Generalagentur
Müller & Hermanns
Branchenlösungen: Facharbeiter in der Produktion
Der passende Schutz für Ihre Branche


Unternehmer, Freiberufler und Existenzgründer benötigen individuellen Versicherungsschutz, der auf Sie und Ihren Betrieb zugeschnitten ist. Ihren persönlichen Versicherungsbedarf können Sie einfach mit den Versicherungslösungen der Gothaer absichern.


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Schutz für mittelständische Unternehmen

Als Unternehmer sind Sie auf sicheren Schutz angewiesen. Damit Sie das passgenaue Leistungspaket für sich und Ihre Branche erhalten, beraten wir Sie gerne.

Lösungen für Ihr Unternehmen


Der Gothaer Rundum-Schutz für Selbständige

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Schutz für Freiberufler und Selbständige


Von Anfang an gut abgesichert

Schon in der Aufbauphase Ihrer Existenzgründung sind bestimmte Risiken zu berücksichtigen. Sie sollten bei der Wahl Ihrer Versicherungen zuerst an die Risiken denken, die den Fortbestand des Unternehmens ernsthaft gefährden. Wenn Ihr Betrieb später wächst, können Sie Ihren Schutz nach Bedarf erweitern.


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Versicherungsschaden: Schnelle Hilfe im Schadensfall
Schnelle Hilfe im Schadensfall


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Auf einen Blick

Hier finden Sie unsere jeweils aktuellen Versicherungsbedingungen und Produktinformationen sowie wichtige Gesetzesinformationen und Online-Formulare.


Staatshilfen für die Zeit der Corona-Krise

Geld: Staatshilfen während der Corona-Krise

Wichtige Informationen für unsere Geschäftskunden

Auf dieser Seite - aktueller Stand 07.04.20 - finden Sie unter anderem das Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Darüber hinaus stellen wir Ihnen Informationen über finanzielle Soforthilfen für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen zur Verfügung.

Für unsere Gewerbekunden bieten wir im Rahmen einer Sonderaktion außerdem eine kostenlose Erstberatung über die Corona-Hotline von Jurpartner an.
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Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Unternehmen, die unmittelbar von der Corona-Krise betroffen sind und dies gegenüber dem Finanzamt darlegen, können die im Folgenden genannten steuerlichen Erleichterungen beantragen. Die Darlegung der unmittelbaren Betroffenheit hat nur dem Grunde nach zu erfolgen, Beträge müssen nicht nachgewiesen werden. Die Finanzämter legen an die Darlegung keine erhöhten Maßstäbe an.

  • Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert. Die Finanzbehörden können Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Finanzverwaltung wird angewiesen, dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.
  • Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.
  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und die obersten Finanzbehörden der Länder haben sich zwischenzeitlich auf Einzelheiten dazu verständigt, wie Steuerpflichtige steuerlich entlastet werden können, die von der gegenwärtigen Corona-Virus-Pandemie betroffen sind. Sie haben dazu am 19. März 2020 ein entsprechendes BMF-Schreiben zu Erleichterungen bei der Einkommen- und Körperschaftssteuer sowie gleichlautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zu Erleichterungen bei der Gewerbesteuer veröffentlicht.

Ausweislich des BMF-Schreiben vom 19. März 2020 können bis zum 31. Dezember 2020 Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen gestellt werden. Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen, die nur Zeiträume nach dem 31. Dezember betreffen, sind besonders zu begründen.

In den Bundesländern Bayern, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Hamburg ist jeweils eine zinslose Stundung vorerst für drei Monate vorgesehen. Rheinland-Pfalz und Sachsen ermöglichen eine zinslose Stundung maximal bis Ende des Jahres.

Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer können nicht gestundet werden. Bei der Lohnsteuer (und der Kapitalertragsteuer) besteht jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf Vollstreckungsaufschub zu stellen. In Berlin kann derzeit in begründeten Ausnahmefällen auch die Lohnsteuer gestundet werden.

In Bezug auf die Gewerbesteuer kann die Herabsetzung des Steuermessbetrags für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Mittelbar ergibt sich daraus dann auch eine Herabsetzung von Gewerbesteuer-Vorauszahlungen seitens der Kommune. Die Stundung der Gewerbesteuer muss bei der zuständigen Kommune beantragt werden. In Berlin, Bremen und Hamburg, wo die Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer nicht den Gemeinden übertragen worden ist, sind die Anträge an das zuständige Finanzamt zu richten.

Die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen ist eine Möglichkeit, zu verhindern, dass unnötig weitere Liquidität aus Unternehmen in Krisensituationen abfließt. Als nächstes stehen folgende Termine zu den Steuerarten, die von den Ländern verwaltet und vollzogen werden, an: 15. Mai 2020 (für die Gewerbesteuer) und 10. Juni 2020 (für die Einkommen- und Körperschaftsteuer).

Zur Verhinderung eines Liquiditätsabflusses ist der zeitnahe Widerruf von erteilten Lastschrifteinzugsermächtigungen gegenüber dem zuständigen Finanzamt zu erwägen. Weitere Informationen enthält ein FAQ Corona (Steuern) des Bundesministeriums der Finanzen .

So gehen Sie vor:

Die Stundung kann in allen Bundesländern beim zuständigen Finanzamt für bereits fällige sowie fällig werdende Einkommensteuer und Körperschaftsteuer (inklusive Solidaritätszuschlag) beantragt werden. Dies gilt ebenso für die Beantragung der Herabsetzung der Vorauszahlungen. Es muss auf jeden Fall ein schriftlicher Antrag vorliegen, ein Anruf ist nicht ausreichend, ein persönliches Erscheinen ist nicht nötig. Die einzelnen Bundesländer stellen hierfür die nachfolgenden Musteranträge bereit:

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen (vom 30.03.2020)
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Betroffenen Unternehmen wird empfohlen, sich mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen und die sich steuerverfahrensrechtlich anbietenden Sofortmaßnahmen (ggf. bieten sich über die o. g. Maßnahmen hinaus weitere Steuererlass- und Fristverlängerungsmöglichkeiten an) zügig zu ergreifen, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen bzw. diese abzumildern.

Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Eine mögliche gravierende Auswirkung der Corona-Krise kann auch die Schließung Ihres Unternehmens bedeuten. Ob und unter welchen Voraussetzungen Unternehmen als Dienstleister ihre Ladengeschäfte weiterhin geöffnet haben dürfen, ist auf Landesebene geregelt:

Baden-Württemberg (vom 28.03.2020)
Bayern (vom 31.03.2020)
Berlin (vom 02.04.2020)
Brandenburg (vom 31.03.2020)
Bremen (vom 23.03.2020)
Hamburg (vom 02.04.2020)
Hessen (vom 22.03.2020 und 23.03.2020)
Mecklenburg-Vorpommern (vom 03.04.2020)
Niedersachsen (vom 02.04.2020)
Nordrhein-Westfalen (vom 30.03.2020)
Rheinland-Pfalz (vom 01.04.2020)
Saarland (vom 30.03.2020)
Sachsen (vom 31.03.2020)
Sachsen-Anhalt (vom 02.04.2020)
Schleswig-Holstein (vom 02.04.2020) / Schleswig-Holstein (vom 02.04.2020)
Thüringen (vom 26.03.2020)

Sofern durch behördliche Anordnung Mitarbeiter Ihres Unternehmens nach § 30 IfSG einer Quarantäne unterworfen werden oder sogar die Schließung Ihres Betriebes aufgrund konkret festgestellter Infektionen nach §§ 31 oder 42 IfSG angeordnet wird, ergeben sich daraus folgende Konsequenzen:

Für nicht Erkrankte, die aber vorsorglich von Quarantänemaßnahmen betroffen sind, sieht § 56 Abs. 2 und 3 IfSG einen Entschädigungsanspruch in Höhe des Verdienstausfalles vor. In diesem Fall sind Sie als Arbeitgeber zur Zahlung des Arbeitslohns Ihrer Angestellten verpflichtet. Diese haben für längstens sechs Wochen einen Anspruch in Höhe ihres Nettoentgeltes, danach besteht Anspruch auf Krankengeld nach § 47 Abs. 1 SGB V.

Diese Aufwendungen werden Ihnen aber auf Antrag, der innerhalb von 3 Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung zu stellen ist, von der zuständigen Landesbehörde erstattet (§ 56 Abs. 5 IfSG). Gleiches gilt für die Erstattung der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (§ 57 IfSG).

Vorrangig gelten jedoch anderweitige Entgeltansprüche. Ist der betroffene Arbeitnehmer tatsächlich erkrankt, gilt die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz.

Gesetzlich neu geregelt ist, dass Eltern bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas nach § 56 IfSG unter bestimmten Voraussetzungen für betreuungs­bedingte Verdienstausfälle einen Entschädigungsanspruch geltend machen können. Die Entschädigung erfolgt in Höhe von 67 % des Nettoeinkommens für bis zu sechs Wochen, begrenzt auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro. Dies gilt jedoch nur für Kinder bis zum 12. Lebensjahr und wenn keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit gegeben ist. Auch gehen Ansprüche auf Kurzarbeitergeld dem Entschädigungsanspruch vor. Ein Entschädigungsanspruch besteht zudem nicht, soweit eine Schließung ohnehin während der Schulferien erfolgt. Die Regelung gilt befristet bis zum 31.12.2020 und auch diese Zahlungen werden Ihnen als Arbeitgeber erstattet.

Auch für Ihren Verdienstausfall steht Ihnen im Falle einer behördlichen Schließung ein Entschädigungsanspruch zu. Dabei beträgt die Entschädigungszahlung ein Zwölftel des Arbeitseinkommens des letzten Jahres vor der Quarantäne (§ 56 Abs. 3, 4. Satz IfSG). Als Nachweis gilt der letzte Steuerbescheid (§ 15 SGB IV).

Selbstständige, deren Betrieb während einer angeordneten Quarantäne ruht, können zusätzlich bei der zuständigen Behörde einen Ersatz, der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang beantragen (§ 56 Abs. 4 IfSG).

Soweit Sie von einer angeordneten Quarantäne betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständige Behörde um alles Weitere zu veranlassen

Zuständige Behörden

Alle wichtigen Informationen zum Kurzarbeitergeld

Die Kurzarbeiterregelung aufgrund Covid-19 wurde im März 2020 zielgerichtet angepasst. Dabei wurden erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt:

  • Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10%
  • Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld gilt auch für Leiharbeitnehmer
  • Vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) - ansonsten nur 50 %

Die BA sieht bis zum 31. Dezember 2020 davon ab, die Einbringung von Erholungsurlaub aus dem laufenden Urlaubsjahr zur Vermeidung von Kurzarbeit einzufordern. Überstunden bzw. positive Arbeitszeitsalden müssen aber abgebaut werden.

Die Hürden für die Genehmigung sind aktuell sehr niedrig, so dass die Bewilligung relativ unbürokratisch abgewickelt wird. Falls 10 % Ihrer Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mehr als 10 % haben, sind die Mindestvoraussetzungen bereits erfüllt.

Betriebe und Unternehmen zeigen im Bedarfsfall Kurzarbeit bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder - wenn Sie bereits einen Account für das Online Portal "meine eServices" haben - online an. Danach können Sie das Kurzarbeitergeld ebenfalls online über das o. g. Online-Portal beantragen.

Informationen über die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld (KUG) und Videoanleitungen gibt es online.

Abgabefrist für die Anzeige des Arbeitsausfalls ist der letzte Tag des Monats in dem der Arbeitsausfall zum ersten Mal auftritt.

Der Vordruck zur Anzeige von Kurzarbeit wurde zwischenzeitlich überarbeitet. Die Gründe für den Arbeitsausfall sind nur noch in einfacher Form darzulegen. Einzelvertragliche Vereinbarungen bzw. Änderungskündigungen zur Einführung der Kurzarbeit müssen nicht (mehr) mit der Anzeige eingereicht, sondern nur noch zur Prüfung vorgehalten werden. Es wird lediglich Plausibilität und Vollständigkeit geprüft. Zur Glaubhaftmachung genügen Nachweise in einfacher Form.

Außerdem steht auf den Seiten der BA ein neuer Kurzantrag zur Beantragung von Kurzarbeitergeld speziell für den Arbeitsausfall aufgrund Corona-Krise zur Verfügung. Aktualisiert wurde auch die Kurzarbeitergeld-Abrechnungsliste (Anlage zum Kurzantrag).

Alle vorgenannten Formulare und auch das Merkblatt zum Kurzarbeitergeld finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit herunterladen .

Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit hat auf ihrer Internetseite einen eigenen Bereich für KUG im Zusammenhang mit dem Corona-Virus veröffentlicht, der laufend aktualisiert wird. Darüber hinaus stehen die Agenturen für Anfragen und Beratungen zur Verfügung. Die Nummer der Servicehotline für Arbeitgeber lautet: 0800 45555 20. Die Hotline ist Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr erreichbar.

Außerdem bedarf es einer Zusatzvereinbarung zur Kurzarbeit, die Sie vor Anzeige der Kurzarbeit mit Ihren Angestellten (unter Umständen Betriebsrat) besprechen und unterschreiben lassen sollten. Ein entsprechendes Muster können Sie hier herunterladen .

Das Kurzarbeitergeld (KUG) beträgt 60 % (ohne Kinder) bzw. 67 % (mit Kindern) vom ausgefallenen Nettoarbeitsentgelt. Die maximale Förderdauer beträgt aktuell 12 Monate.

Die Regelungen zum Kurzarbeitergeld gelten nicht für Selbstständige und Minijobber, da sie nicht in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichert sind.

Tipp: Wenden Sie sich bezüglich des Themas Kurzarbeit auch an Ihren Steuerberater, der die nötigen Abrechnungen erstellen kann.

KFW Kreditprogramme

Sollten Ihnen - z. B. durch entgangene Umsätze oder krisenbedingt überfällige Forderungen - Liquiditätsengpässe entstanden sein, bietet die KfW Kreditprogramme zur Versorgung mit ausreichender Liquidität an. Die diesbezüglichen Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen wurden im Rahmen des Schutzschildes der Bundesregierung für Beschäftigte und Unternehmen verbessert. Bitte beachten Sie, dass es sich bei der folgenden Auflistung um einen Auszug handelt - Details zu allen Kreditmöglichkeiten und Programmbedingungen finden Sie auf der Seite der KfW .

Wer kann einen Kredit beantragen?

Grundsätzlich kann jeder einen Antrag auf Corona-Hilfen stellen: Unternehmen ebenso wie Selbständige und Freiberufler, kleine und mittelständische Firmen ebenso wie Konzerne.

Wo kann der Antrag gestellt werden?

Der Antrag wird normalerweise über Ihre Hausbank gestellt, alternativ können Sie sich an einen der Finanzierungspartner der KfW wenden (Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Geschäftsbanken). Die Bank überprüft den Antrag und leitet diesen dann an die KfW weiter.

Was kostet der Kredit?

Für Corona-Hilfen gelten die üblichen Zinssätze der KfW, eine aktuelle Übersicht finden Sie unter diesem Link.

Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase kann die KfW sehr günstige Kredite anbieten. Ihre Hausbank bzw. Ihr Finanzierungspartner darf aber einen eigenen Kostenanteil aufschlagen.

Wie lange dauert die Antragsprüfung?

Hierzu können angesichts der aktuellen Notlage vieler Selbständiger leider keine verlässlichen Angaben gemacht werden. Eine schnelle Prüfung und Entscheidung ist essentiell, so dass davon auszugehen ist, dass zunächst Unternehmen zum Zuge kommen, deren Geschäft, wie bei Ihnen, auf Kontakt mit vielen Kunden beruht. Von daher raten wir, möglichst schnell mit einer entsprechenden Antragstellung zu reagieren, wenn ein Kredit für Sie in Betracht kommt.

Für kleine Unternehmen, die noch keine fünf Jahre bestehen

Für kleine Unternehmen, die noch keine fünf Jahre bestehen, gibt es das ERP-Gründerkredit Startgeld:

Zielgruppe: Kleine gewerbliche Unternehmen und Freiberufler bis zu 50 Beschäftigte und Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme von max. 10 Mio. Euro, die noch keine fünf Jahre bestehen

Höchstbetrag: maximal 30.000 Euro für Betriebsmittel (Gesamtfremdkapitalbedarf max. 100.000 Euro)

Laufzeit: maximal zehn Jahre mit zwei Tilgungsfreijahren

Sicherheiten: Bankübliche Besicherung bei 80 % Haftungsfreistellung für Hausbank

ERP-Gruenderkredit - Startgeld

Für größere mittelständische Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind

Für größere mittelständische Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind: ERP-Gründerkredit Universell (KfW-Sonderprogramm).

KfW-Corona-Hilfe für Investitionen und allgemeine Betriebsmittel bis zu 1 Mrd. EUR pro Vorhaben. Gefördert werden Gründer und Unternehmensnachfolger, Freiberufler und Unternehmen, die noch keine 5 Jahre im Markt tätig sind.

Übernahme des Kreditausfallrisikos durch die KfW mittels Haftungsfreistellung: bis zu 90 % für kleinere und mittlere Unternehmen bzw. 80 % für große Unternehmen. Das restliche Risiko trägt die durchleitende Bank.

Begrenzung des Kreditbetrages pro Unternehmensgruppe auf entweder 25 % des Jahresumsatzes 2019, das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder auf den aktuellen Liquiditätsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen. Bei Krediten über 25 Mio. EUR ist der Kreditbetrag auf 50 % der Gesamtverschuldung des Unternehmens begrenzt.

  • Laufzeit bis zu 5 Jahre
  • Zinsverbesserungen

Für Kredite bis 3 Mio. EUR pro Unternehmen verzichtet die KfW auf eine eigene Risikoprüfung. Bei Krediten bis 10 Mio. EUR erfolgt eine vereinfachte Risikoprüfung.

Die Bundesregierung erarbeitet aktuell ergänzende Maßnahmen.

ERP-Gründerkredit - Universell

KfW-Unternehmerkredit (KfW-Sonderprogramm)

KfW-Corona-Hilfe für Investitionen und allgemeine Betriebsmittel bis zu EUR 1 Mrd. für Unternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind.

Gefördert werden kleine, mittlere und große Unternehmen sowie Freiberufler ohne Umsatzbeschränkung.

Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für die durchleitenden Finanzierungspartner (in aller Regel die Hausbank) nun bis zu 80 % für große Unternehmen und bis zu 90% für kleinere und mittlere Unternehmen.

Kreditbetrag pro Unternehmensgruppe begrenzt auf entweder 25 % des Jahresumsatzes 2019, das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder auf den aktuellen Liquiditätsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen. Bei Krediten über 25 Mio. EUR Begrenzung des Kreditbetrages auf 50 % der Gesamtverschuldung des Unternehmens.

  • Laufzeit bis zu 5 Jahre
  • Zinsverbesserungen.

Für Kredite bis 3 Mio. EUR pro Unternehmen verzichtet die KfW auf eine eigene Risikoprüfung. Bei Krediten bis 10 Mio. EUR erfolgt eine vereinfachte Risikoprüfung.

Merkblatt KfW-Unternehmerkredit

Weitere finanzielle Möglichkeiten

Nothilfefonds

Insbesondere für kleinere Betriebe soll unter Federführung des Bundesarbeitsministeriums ein Nothilfefonds beschlossen werden, der einen einfacheren Zugriff auf das soziale Sicherungsnetz ermöglichen soll. Wer als Kleinunternehmer oder Solo-Selbständiger aufgrund der aktuellen Situation in Not gerate, solle unbürokratisch auf Leistungen aus der Grundsicherung zugreifen können.

Bei einem Sitz in Bayern können Solo-Selbständige, kleine Gewerbetreibende sowie Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern bei den bayerischen Behörden bereits einen Eil-Antrag auf Corona-Soforthilfe stellen. Das entsprechende Formular gibt es unter anderem beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.


Notfallprogramme der Länder

Darüber hinaus werden von den Ländern aktuell weitere Notfallprogramme erarbeitet. Hierzu gibt der nachstehende Link einen Überblick. Sobald hierzu Finanzierungshilfen beschlossen sind, werden wir an dieser Stelle entsprechend informieren.

Überblick Notfallprogramme der Länder


Möglicher Zuschuss zu den Kosten einer Unternehmensberatung

Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten. Danach kann ab sofort beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Antrag für einen Beratungszuschuss gestellt werden. Die Förderung bezieht sich auf Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberuflern. Gefördert werden Beratungen bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro ohne Eigenanteil.

BAFA Wirtschaftsförderung


Corona-Soforthilfen für kleine Unternehmen und Solo-Selbständige

Für Klein- und Solo-Selbstständige werden bis zu 50 Milliarden Euro bereit gestellt. Dabei geht es um unbürokratisch zu gewährende Soforthilfen, die insbesondere der Deckung laufender Kosten dienen sollen. Diese Soforthilfen müssen nicht zurückgezahlt werden. Bei bis zu fünf Beschäftigten können einmalig 9.000 Euro gezahlt werden, bei bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro.

Das Sofortprogramm soll gewerblichen Unternehmen im Sinne des § 2 GewStG und Angehörigen der Freien Berufe, die durch die Coronakrise 2020 in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind, eine schnelle und angemessene finanzielle Hilfestellung zur Milderung von unmittelbaren Schäden und Nachteilen leisten.

Grundsätzlich darf die Soforthilfe mit anderen Hilfen, die im Zusammenhang mit der Coronakrise gewährt werden, kombiniert werden. Eine Überkompensation muss allerdings später zurückgezahlt werden. Der Zuschuss ist steuerpflichtig. Damit er den Betroffenen möglichst sofort zur Verfügung steht, wird er aber bei den Steuervorauszahlungen für das Jahr 2020 nicht berücksichtigt, sondern wirkt sich erst bei der Steuererklärung für das Jahr 2020 aus, soweit ein positiver Gewinn erzielt wurde.

Anträge und Ansprechpartner

Anträge für die Auszahlung der "Soforthilfe Corona" bzw. Ansprechpartner für die verschiedenen finanziellen Programme finden sie auf folgenden Web-Seiten der einzelnen Länder:

Für das Land Baden-Württemberg

Für das Land Bayern

Für das Land Berlin

Für das Land Brandenburg

Wirtschaftsförderung Brandenburg

Hinweis: Hier finden Sie auch einen weiterführenden Link zur Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Für das Land Bremen

Für das Land Hamburg

Hamburgische Investitions- und Förderbank IFB Hamburg

Hinweis: Enthält einen weiterführenden Link zur Antragstellung für die Hamburger Corona Soforthilfe.

Für das Land Hessen

Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Hinweis: Mit weiterführendem Link zum Online-Formular für die Antragstellung zum Corona-Soforthilfe-Antrag.

Für das Land Mecklenburg-Vorpommern

Für das Land Niedersachsen

Für das Land Nordrhein-Westfalen

www.wirtschaft.nrw/corona mit Informationen und Antragsformular in den kommenden Tagen

Für das Land Rheinland-Pfalz

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz

Hinweis: Anträge für den Bundes-Zuschuss können bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz gestellt werden. Das Sofort-Darlehen des Landes kann in Kürze bei der Hausbank beantragt werden.

Für das Land Saarland

Für das Land Sachsen

Sächsische Aufbaubank mit Informationen und Antragsformular

Für das Land Sachsen-Anhalt

Für das Land Schleswig-Holstein

Für das Land Thüringen

Drohende Insolvenz

Das neue Insolvenz-Aussetzungsgesetz (COVInsAG) soll Unternehmen (juristische Personen) schützen, die infolge der Corona-Pandemie insolvent geworden sind oder wirtschaftliche Schwierigkeiten haben.

Normalerweise müssen Unternehmen bei Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit (Insolvenzreife) einen Insolvenzantrag stellen (§ 15a InsO und § 42 Abs. 2 BGB).

Diese Pflicht ist zunächst befristet bis zum 30. September 2020 ausgesetzt (Verlängerungen bis zum 31. März 2021 sind möglich). Dadurch sollen antragspflichtige Unternehmen die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren abzuwenden, indem sie z.B. die bereitgestellten staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen oder Maßnahmen zur Sanierung- oder Finanzierung vereinbaren.

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gilt nur, sofern die Insolvenzreife auf den betrieblichen Folgen der COVID-19-Pandemie beruht. Dies wird gesetzlich vermutet, wenn der Schuldner am 31. Dezember 2019 zahlungsfähig war. Die Beweislast liegt bei demjenigen, der sich auf das Bestehen der Antragspflicht beruft.

Außerdem muss Aussicht bestehen, dass die gegenwärtige Zahlungsunfähigkeit beseitigt werden kann.

Zudem wird für einen dreimonatigen Übergangszeitraum auch das Recht der Gläubiger, die Eröffnung von Insolvenzverfahren zu beantragen, eingeschränkt.

Während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht stellen Zahlungen, die im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes getätigt werden oder die der Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes dienen, keine unzulässigen Vermögensverschiebungen dar. Insoweit entfällt die persönliche Haftung von Betriebsinhabern und GmbH-Geschäftsführern.

Neue Kredite, die betroffenen Unternehmen gewährt werden, sollen nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung anzusehen sein; ihre Besicherung und eine bis zum 30. September 2023 erfolgende Rückgewähr sollen zudem als nicht läubigerbenachteiligend gelten.

Zudem sollen Haftungs- und Anfechtungserleichterungen bereits greifen, bevor eine Insolvenzreife vorliegt. Leistungen, die während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht an Vertragspartner erfolgen, sind nur eingeschränkt anfechtbar.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betreffen Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform. Daher soll auch die Vergabe neuer Kredite an nicht antragspflichtige Unternehmen, wie den eingetragenen Kaufmann (e.K.), gefördert werden und auch für ihre Vertragspartner sollen die Haftungs- und Anfechtungserleichterungen gelten.

Bei natürlichen Personen kann im Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 30. September 2020 eine Restschuldbefreiung nicht deshalb versagt werden, weil sich die Eröffnung des Insolvenzverfahrens verzögert hat

Sollte Beratungsbedarf bestehen, holen Sie sich frühzeitig die Hilfe eines Rechtsanwaltes für Insolvenzrecht ein. Er kann unter anderem dazu beraten, ob bereits Insolvenzreife eingetreten ist und ein Insolvenzantrag gestellt werden muss.

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